20.01.2019

Jahresabschlussfeier der Jungschiedsrichter

Autor / Quelle: Dennis Söhlke

 

Gruppenfoto der Peiner Schiedsrichter kurz vor dem Gänsehautgefühl im Spielertunnel.

 Sie stehen Woche für Woche mit Pfeife und Co. auf dem Spielfeld oder assistieren mit Assistentenfahnen an der Seitenlinie. Und gehören somit erfreulicherweise zu dem leider immer mehr schrumpfenden wichtigen Personenkreis, der in der heutigen Zeit noch bereit ist, sich gerne als Schiedsrichter zu engagieren. Gemeint ist der Nachwuchs, die sogenannten Jungschiedsrichter.

So ließen sich der Jugendansetzer Hendrik Denkmann und Schiedsrichterkollege Dennis Söhlke ein großes Dankeschön für ihren Einsatz zur Jahresabschlussfeier 2018 einfallen. Erlebt wurde ein schöner und gemeinschaftlicher Tag rund um das Bundesliga-Heimspiel des VfL Wolfsburg gegen die TSG Hoffenheim.

Mit einer „Exklusiven Spieltagsführung“ konnte der junge Nachwuchs in die Geschichte der Wölfe eintauchen und die Volkswagen Arena entdecken. 90 Minuten lang gab es vom Guide einen Einblick in die Vereinsgeschichte und hinter die Kulissen der Arena. So erzählte der Guide, dass beispielsweise die Vereinsfarben eher durch Zufall entstanden. Bei der Suche nach Fußballtrikots fand Kreisjugendpfleger Bernward Elberskirch zehn grüne Trikots. Die passenden Hosen nähen die Frauen der Spieler aus privat gespendeten Bettlaken zusammen. In der heutigen Spielstätte gab es unteranderem einen Einblick in die Mannschaftskabinen, in die Logen und den VIP-Bereich. In der Stadionkapelle wurde das Geheimnis der beiden dort befindlichen Nummern gelüftet. So erinnert die 19 an den verstorbenen VfL-Fußballer Junior Malanda.

Neben einem Probesitzen auf der Auswechselbank am Spielfeld durften natürlich für die Fußballschiedsrichter auch die Räume für ihre Profikollegen nicht fehlen. Nicht nur die Größe und Ausstattung fanden die Peiner interessant. So muss in der Schiedsrichterkabine jeweils ein komplettes Spieler- und Torwarttrikot beider Vereine hängen.

Mit großer Spannung wurde das Spiel der Wölfe gegen die Gäste aus Baden-Württemberg erwartet, welches zugleich einen Schulungscharakter hatte. Neben den Spielern stand schließlich auch das Schiedsrichtergespann um den Berliner Felix Zwayer unter genauster Beobachtung. Das Auftreten, die Entscheidungen, die Pfiffe und natürlich die Zusammenarbeit des Teams wurden intensiv verfolgt. Lebhafte Diskussionen entstanden, so wie nach etwa 20 Minuten. Referee Felix Zwayer bemühte nach einem Handspiel von Uduokhai im Strafraum den Videobeweis. Der Unparteiische verzichtete indes auf einen Elfmeterpfiff. Am Ende trug dann jeder - somit auch die, die vorher anderer Meinung waren - die Entscheidung von Zwayer mit, denn Kaderabek hatte den Wolfsburger aus kurzer Distanz am Unterarm getroffen. Ein Traumtor, ein Pechvogel und ein leistungsgerechtes Remis repräsentierten ein lohnendes Fußballspiel. Und auch Schiedsrichter Zwayer erhielt nach dem Schlusspfiff lobende Worte und einen guten Gesamteindruck von den Peiner Schiedsrichtern.

Zwischen den beiden Aktionen wurde die Zeit in der FußballWelt verbracht. Die interaktive Ausstellung bietet auf rund 800 Quadratmetern Infos, Spiel und Spaß. An vier Stationen ging es um Sprungkraft, Schnelligkeit, Reaktionsfähigkeit und Ballgefühl. Es zeigte somit, dass Fußball mehr ist als die 90 Minuten auf dem Platz. Getreu dem Motto „Ohne Schweiß kein Preis“ forderten sich die Peiner Schiedsrichter gegenseitig heraus. Und erlebten im weiteren Bereich der FußballWelt, was rund um das Spielfeld noch so passiert. Zum Beispiel nach dem Abpfiff im Spielerinterview Rede und Antwort zu stehen oder gar einmal in die Rolle eines Fußballkommentators zu schlüpfen.

 „Ich fand es insgesamt sehr gut und jeder hatte seinen Spaß, denn auch das Spiel an sich war mit dem Ergebnis sehr torreich“, zog ein Jungschiedsrichter bei der Wiederankunft in Peine ein Gesamtfazit, “und das Miteinander war auch gut, sowie es sich unter Schiedsrichter eben auch gehört“.

 Weitere Fotos in der Galerie hier.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 14.02.2019